Beladung der Cap San Raphael am Hamburger Terminal Burchardkai. Foto: Sienk

Maritim 4.0: Digitalisierung im Schiffbau

Effizienzverbesserungen in der maritimen Branche lassen sich nicht auf den Treibstoffverbrauch allein reduzieren. Vielmehr sind Optimierungen der gesamten Supply Chain gefragt. Diese reichen vom Bau der Schiffe über den Betrieb bis hin zur besseren Koordinierung der Fahrtrouten samt ihrer Häfen. Für das Engineering gilt, dass immer weniger Zeit zur Verfügung steht, weil Aufträge schneller fertiggestellt werden sollen. Folglich sind vorab in Betrieb genommene Subsysteme gefragt, die sich dank passender Schnittstelle schneller integrieren lassen. Interfaces, die nicht vorher getestet sind, wirken wie Sand im Getriebe. Ich bin gespannt, wie es weiter geht mit der Digitalisierung im Schiffbau – auch Maritim 4.0 genannt. Mit MTP – dem Module Typ Package – gibt es bereits einen vielversprechenden Ansatz, unterschiedliche Systeme auf einem Schiff miteinander in Einklang zu bringen. MTP wirkt hierbei wie ein Druckertreiber. Spannend zu erleben: Die großen maritimen Automatisierer, Ausrüster sowie Werften sind gemeinsam am Ball. Für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau entwickeln sich daraus sehr gute Entwicklungschancen.

Maschinenraum der Cap San Raphael der Reederei Hamburg Süd.